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| Bischof von Chur verbietet römisch-katholische Beteiligung am CSD-Gottesdienst |
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| Geschrieben von: Daniel Frey |
| Freitag, 16. Juli 2010 um 13:45 |
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Seit 2004 findet jeweils während der Pride in Zürich auch ein ökumenischer Gottesdienst für Schwule und Lesben statt. Damals trat die katholische Kirchgemeinde Peter und Paul dem CSD-Verein bei und delegierte Vikar Martin Stewen ins Organisationskomitee der Pride. Er hat seither die jährlichen ökumenischen Gottesdienste mitgestaltet. Dieser Tage nun erhielt Martin Stewen im Namen des Churer Bischofs einen Brief vom Zürcher Weihbischof Marian Eleganti. Darin steht, dass der Bischof von Chur den ökumenischen Gottesdienst "im Kontext eines solchen, doch eher propagandistisch gemeinten Festivals" für unerwünscht halte. Stewen fügt sich der bischöflichen Weisung und tritt aus dem Pride-OK aus. Dabei werde allerdings mit dem Verbot eine pastorale Chance für die Kirche im Kanton Zürich vertan: "Denn der Verlust für die Kirche ist grösser als für die lesbischwule Szene". Mit tiefem Bedauern, grosser Verärgerung und vielen Fragen nimmt der Verein Zürich Pride Festival den Entscheid des Churer Bischofs zur Kenntnis. Der Verein schreibt in einer Medienmitteilung: "Der Anteil an katholischen Christinnen und Christen in unserer Community ist gross und wir waren stolz darauf, dass wir an unserer Veranstaltung auch einem Leben aus dem Glauben gerecht werden konnten". Die Homosexuellen Arbeitsgruppen Zürich (HAZ) fordern den Churer Bischofsrat auf, den Entscheid zu widerrufen und sich für diese offene Ausgrenzung zu entschuldigen. Die HAZ finden es zudem absurd, dass gerade "dasjenige weltweit tätige Unternehmen mit dem höchsten Homosexuellen-Anteil an der Belegschaft zum Mittel der Diskriminierung greift". |
Schwugenda
Podium: Coming-Out in der Familie Unter der Leitung von Daniel Frey diskutieren junge und ältere Lesben und Schwule mit Eltern. Di, 8. Oktober 2010 Le Cap |










